In 3 Tagen startet ein großartiger Sci-Fi-Actionfilm, der euch zwei Stunden lang keine Luft holen lässt

Es gibt dieses Jahr keinen rasenderen Actionfilm als Hope! Der südkoreanische Blockbuster ist eine einzige Verfolgungsjagd, wie wir sie in ihrer Radikalität seit Mad Max: Fury Road nicht mehr gesehen haben. Nach Monaten des Wartens haben nun auch deutsche Filmfans Gelegenheit, sich vom neuen Film von Na Hong-jin mitreißen zu lassen. Hope startet in wenigen Tagen in den hiesigen Kinos und dann könnt ihr euch selbst vom Cannes-Hype überzeugen.
In dem Sci-Fi-Actionfilm fallen geheimnisvolle Gestalten über ein Dorf her
Hope ist ein groß angelegter Science-Fiction-Monster-Film von einem der aufregendsten südkoreanischen Regisseure der Gegenwart. Na Hong-jin hat sich nämlich mit der düster-treibenden Serienkiller-Hatz The Chaser einen Namen gemacht und gruselte zuletzt ein Dorf in The Wailing - Die Besessenen. Ganze zehn Jahre später legt er sein bis dato ambitioniertestes Projekt vor.
Hope spielt wieder in einem abgelegenen Städtchen, in dem Unheimliches vor sich geht, allerdings erwartet euch weniger Horror, sondern ein atemloses Actionspektakel. Den Startschuss bildet der Fund einer toten Kuh auf einer Straßenkreuzung. Polizist Bum-seok (Hwang Jung-min) untersucht die Sache und stößt schon bald auf eine Schneise der Zerstörung. Die Kuh, stellt er fest, ist sein geringstes Problem. Denn ein Monster hat offenbar die Stadt angegriffen und der Cop rast hinterher, um es zur Strecke zu bringen.
Ziemlich oft muss Bum-seok aber auch fliehen vor der gewaltigen Kraft des Viechs, das Mensch und Maschine wie Spielzeug durch die Luft schleudert. Lange verwehrt uns Hope den Blick auf die geheimnisvolle Kraft und drückt seine Präsenz eindrucksvoll mit den Konsequenzen seiner Bewegung aus: herumfliegende Autos, Wohnhäuser in Trümmern und Menschen, die im Terror davon rennen bzw. fliegen.
Wer Actionfilme liebt, darf Hope nicht verpassen
Hope beeindruckt mit der treibenden Choreografie der Verfolgung, die einen in der ersten Stunde kaum Luft holen lässt. Da reißt der Film das Publikum förmlich vom Sessel, damit wir gemeinsam mit den verletzlichen Menschlein auf der Leinwand durch die Gegend rasen.
Aufwendige Stunt-Arbeit, Szenenbild und clevere digitale Effekte ergeben einen überraschend greifbaren Actionfilm, der eine willkommene Abwechslung zu den gewohnten CG-Schlachten im Kino bietet. Stellt euch einen Michael Bay-Film mit Herz vor und ihr nähert euch an die Erfahrung Hope an.
Ich habe Hope bei der Weltpremiere beim Filmfestival in Cannes gesehen, wo der Film für Aufsehen sorgte. Denn nur selten schafft es ein Action-Blockbuster in den Wettbewerb um die Goldene Palme. Hinterher habe ich mich gefragt, warum ausgerechnet Na Hong-jin diese Ehre zuteil wurde, während vergleichbare Filme wie Mad Max: Fury Road oder Top Gun: Maverick in Nebensektionen gezeigt wurden. Mittlerweile habe ich eine Antwort. Der Wettbewerb von Cannes soll die erste Garde des Weltkinos vereinen und die Zeichen deuten, wo das Kino und seine Themen sich hinbewegen werden. Hope bietet genau das im Blockbuster-Format.
Die Konventionen des Action- und Sci-Fi-Kinos werden hier an ihre Grenzen und darüber hinaus getrieben und zwar durch eine minimalistische Story, die ihre Geschichte von Gut und Böse so einfach erscheinen lässt, dass sie plötzlich wieder überraschend tiefsinnig und widersprüchlich wird. In erster Linie ist Hope ziemlich großartig. Und das hat man auch in Cannes gemerkt. Kurz gesagt: Wer Action liebt, darf Hope nicht verpassen!
Hope startet am 8. Oktober in den deutschen Kinos.
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