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Kino 26.09.2026

Dieser Fanliebling aus Star Trek durfte in 93 Folgen nur 2 Wörter sagen – und auch nur auf Deutsch

Dieser Fanliebling aus Star Trek durfte in 93 Folgen nur 2 Wörter sagen – und auch nur auf Deutsch
Star Trek zeigte uns in Deep Space Nine einen Fanliebling mit einer ganz besonderen Eigenart, die in 93 Folgen nur von der deutschen Synchro gebrochen wurde. Moviepilot hat die ganze Story für euch.

In 60 Jahren Star Trek haben wir unzählige charmante, furchteinflößende und komplexe Nebencharaktere kennengelernt. Darunter sind einige überraschende Star Trek-Gast Stars, oder auch Legenden wie Colm Meaney, der vom unscheinbaren Statisten zum wichtigsten Offizier der Sternenflotte wurde.

Es gibt aber auch unscheinbare Gestalten, die sich in die Herzen der Zuschauenden kämpften. Bestes Beispiel dafür ist Morn (Mark Allen Shepherd), der schweigende Quark's-Stammgast aus Star Trek: Deep Space Nine. Wenn ihr die Serie im deutschen Fernsehen gesehen habt, seid ihr womöglich Zeug:innen eines einzigartigen Moments geworden.

Wie der stille Fanliebling aus Star Trek: Deep Space Nine sein Schweigen brach

Viel Dialog bekommt Morn in 93 Episoden nicht. Um genau zu sein, keinen einzigen. Der niedergeschlagene Gast in der Bar von Quark (Armin Shimerman), der aus irgendeinem Grund übrigens meine persönliche Star Trek-Lieblingsfigur ist, sitzt meistens vor einem Drink an der Theke und strahlt aus, dass er keinen guten Tag hatte. Obwohl er den anderen Charakteren laut diverser Beschwerden gern mal ein Ohr abkaut, hört man ihn innerhalb der Serie kein einziges Wort sagen.

Wir erfahren in sieben Staffeln nicht viel über den schweigsamen Trinker. Erst, als er in der Episode Wer trauert um Morn? (OT: Who Mourns for Morn) spurlos verschwindet und für tot erklärt wird, erfahren wir ein Stück seiner bewegten Hintergrundgeschichte. Als Bankräuber erbeutete er eine hohe Summe, um die er seine Mittäter:innen hinterhältig betrog. Ob ihm diese schwere Erfahrung die Zunge lähmt, bleibt jedoch ungeklärt.

Nur deutsche Star Trek-Fans bekamen Morns Stimme zu hören

Der Running Gag um Morns Schweigsamkeit war den deutschen Synchronstudios nicht gerade heilig. Zumindest durften hiesige Star Trek-Fans als einziges Publikum jemals einen Ton von den Lippen des Miesepeters hören. Im Finale der 2. Staffel teilen Quark und Morn einen kurzen Dialog, bei dem Quark ihm verspricht, all seinen Sorgen zu lauschen, nur um dann mit seinem Neffen Nog (Aron Eisenberg) auf einen Campingtrip zu verschwinden. Die beiden geseufzten Worte von Morns Lippen – und gleichzeitig die einzigen, die je gehört wurden:

Dann nicht.
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Die Geschichte ist so kurios, dass sogar Slashfilm  darüber einen Artikel verfasste. Auch auf Reddit  bekommt die deutsche Synchronisation einen Shoutout. Hier wird außerdem die Idee diskutiert, dass Morn das letzte Zitat der Serie sprechen sollte, eine Ehre, die am Ende jedoch Quark zufiel.

Morn sollte in Star Trek immer wieder sprechen

Immer wieder hatten die Star Trek-Autor:innen wohl Ideen, wie sie Morn zum Sprechen bringen könnten. Offenbar wurden für ihn auch Zeilen verfasst, die dann doch wieder verworfen wurden. Zum Beispiel war eine Version von Morn im dunklen Spiegeluniversum angedacht, die fröhlich Geschichten erzählt. Die Idee wurde dann laut Slashfilm  wieder verworfen, weil sie zu viel Humor in ein ansonsten ernstes Szenario gebracht hätte.

Es stimmt: Bei einem schweigenden Charakter bekommt jede kleine Äußerung unfassbar viel Gravitas. Welche tiefe, unerzählte Geschichte hinter seinem deutschen "Dann nicht" steckt, können wir allerdings nur mutmaßen.

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